Hüftgelenk

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk und wird gebildet durch die Gelenkspfanne (Azetabulum) und dem proximalen Ende des Oberschenkels (Femur). Das Azetabulum selbst entwickelt sich durch die knöcherne Verschmelzung um das 14.-16. Lebensjahr von Darmbein (Os ilium), Sitzbein (Os ischii) und Schambein (Os pubis). Das proximale Femur besteht aus dem Femurkopf (Caput femoris), dem Schenkelhals (Collum femoris) und dem Übergang zum Femurschaft, der sog. Trochanterregion mit dem grossen (Trochanter major) und dem kleinen Rollhügel (Trochanter minor). Die Hüftgelenkspfanne überdacht zum grössten Teil den Femurkopf, wobei der Winkel zwischen dem Femurkopfzentrum und dem äusseren Rand des Azetabulums (CE (Centrum-Erker)-Winkel zwischen 25-39° liegt. Bei einem Winkel <25° spricht man von einer Hüftdysplasie mit zu wenig Überdachung, bei einem Winkel >39° besteht die Gefahr des mechanischen Einklemmens des Schenkelhalses und der Hüftpfanne. Dieses Einklemmen wird als femoroazetabuläres Impingement (FAI) bezeichnet. Zudem ist die Hüftgelenkspfanne 20° nach vorne gedreht (Anteversion). Der Winkel zwischen Hals und Schaft (CCD (Centrum-Collum-Diaphysen)-Winkel) beträgt ca. 125°. Zu steile Schenkelhälse sind valgisch, zu flache varisch. Zudem ist der Hals normalerweise 10-20° nach vorne gedreht (Antetorsion). Die knöcherne Führung wird gesichert durch die faserknorpelige Gelenklippe (Labrum acetabuli), der als Dichtungsring wirkt, und die Kapsel, die durch kräftige Bänder verstärkt ist.

Ihr Spezialist:

Prof. Marius Keel

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