Harnleiter/Nierenbecken

Persönlich durchgeführte Operationen (Stand 2019) : 830

Der Harnleiter verbindet die Nieren mit der Harnblase und transportiert den Urin kontinuierlich von den Nieren in die Harnblase.

Operationen im Bereich des Harnleiters werden meist wegen Blockaden des Harnabflusses aus den Nieren in die Blase notwendig. Diese Blockaden können unterschiedliche Ursachen haben. Am häufigsten werden sie durch Harnleitersteine verursacht, die meist zu akuten und sehr schmerzhaften Nierenkoliken führen. Neben Harnleitersteinen können aber auch sogenannte Harnleiterengen (Ureterstriktur) für eine Blockade des Harnabfluss aus den Nieren verantwortlich sein. Diese können durch angeborene Engstellen oder Narben nach Operationen und Bestrahlungen auftreten oder durch Tumore verursacht sein.

Die Operation richtet sich in der Regel nach der Ursache und der Lokalisation der Abflussbehinderung. Während sich Harnleitersteine in der Regel einfach minimalinvasiv endoskopisch durch eine sogenannte Ureterorenoskopie über die Harnröhre entfernen oder mit Hilfe eine Lasers zertrümmern lassen, erfordern Harnleiterengen meist aufwändigere Operationen. Bei Engstellen im Bereich des unteren Harnleiteranteils ist meist eine Neueinpflanzung des Harnleiters in die Blase ausreichend. Bei nierennah gelegenen, angeborenen sogenannten Ureterabgangsengen wird der Harnleiter neu an das Nierenbecken angeschlossen. Diese Eingriffe können meist minimalinvasiv laparoskopisch mit Hilfe der Da Vinci Operationstechnik durchgeführt werden. Langstreckige Harnleitervernarbungen oder im oberen Drittel des Harnleiters gelegene Engstellen hingegen erfordern meist eine aufwändigere Rekonstruktion, z.B. durch die Bildung eines Ureterersatzes mit Dünndarm. Die Erfolgsraten derartiger Operationen liegen meist bei deutlich über 90%.