Wirbelsäulenchirurgie

Prof. Kan Min
kan.min@swiss-surgery.swiss

Kyphose

Eine Kyphose ist die Verkrümmung der Wirbelsäule nach vorne
 

Ursachen

Eine pathologische Kyphose wird verursacht durch:

  • Morbus Scheuermann (Rundrücken in Adoleszenz, von unbekannter Ursache)
  • Frakturen (Trauma, Osteoporose)
  • Rheumatologische Erkrankung (Morbus Bechterew)
  • Versteifungsoperationeninder Lendenwirbelsäule (Iatrogene Kyphose)
  • Abnutzung der Wirbelsäule

Am häufigsten ist heutzutage die Kyphose, welche durch schwere Degeneration der Wirbelsäule sowie vorgängige Versteifungsoperationen bedingt ist.

Symptome

Nur ein Teil der Patienten mit adoleszenter Kyphose haben Schmerzen. In den meisten Fällen sind die Patienten durch die kosmetische Deformation der Wirbelsäule beeinträchtigt.
Patienten mit Kyphose nach einer Versteifungs- operation in der Lendenwirbelsäule (oder mit schwerer Abnützung) haben dagegen starke Schmerzen.
Es handelt sich hierbei nicht nur um Rückenschmerzen, sondern auch um Müdigkeit und Schmerzen in den Beinen, da der Patient nicht mehr mit gestreckten Beinen aufrecht stehen kann. 
 

Behandlung

In der Regel ist eine nicht-operative Behandlung bei einer Kyphose nicht wirksam.

Operation

Die Wirbelsäule wird von hinten dargestellt, die Wirbel mit Titanschrauben fixiert und die Kyphose mit Hilfe von zwei Stäben aufgerichtet. Bei einer schweren Kyphose nach vorgängiger Versteifungsoperation, muss in vielen Fällen ein Wirbelkörperteil entfernt werden (Osteotomie) um die schwere Kyphose aufrichten zu können. Durch die Osteotomie wird es den Patienten ermöglicht wieder aufrecht zu stehen und zu gehen. 
  

Operationsrisiken

Grundsätzlich bestehen bei allen Eingriffen an der Wirbelsäule folgende Risiken:

Verletzung der Nerven und des Rückenmarkes mit Lähmung, Gefühlsstörung, Blasen- und Mastdarm- lähmung, Querschnittslähmung. Verletzung der sympathischen und parasympathischen Nervenfasern können Verdauungsstörung, eine Störung des Temperaturgefühls, Veränderung der Durchblutung und Schweisssekretion in Extremitäten sowie eine Störung der Sexualfunktion verursachen. Eine direkte Verletzung oder Störung der Blutversor- gung der Nervenstrukturen kann zu allen oben beschriebenen Schäden führen. Insgesamt beträgt das neurologische Risiko weniger als 1%. Chronische Schmerzen, Implantatbruch/ -lockerung, Infektion sowie fehlende Kochenheilung gehören zu den weiteren Risiken.
 

Publikationen

zurück

Diese Website verwendet Cookies um Dienste bereitzustellen und Zugriffe zu analysieren. mehr erfahren